
Der Boden ist trocken & karg?
...Zeit mal etwas Neues zu wagen.
Grabbepflanzung ist vielseitig, bunt und total individuell. Unterschiedliche Konzepte, Farben, Formen und Strukturen sind möglich.
Hier ein Beispiel für die Planung eines Sonnengrabes mit Silber-, Brozenote gespickt mit zarten Blüten in Lila-Blautönen sowie einem warmen sonnengelbem Orange.
Erstellung eines Pflanzplans

1 Eryngium planum – Flachblatt Mannstreu
𔓘 Juli-August
⸙ beschneite Samenstände, wunderschön verträumt
2 Panicum virgatum ´Heiliger Hain´ - Rutenhirse
𔓘 Juli-September
⸙ ziert auch winterliche Tage
3 Dianthus carthusianorum – Kartäusernelke
𔓘 Juni-September
❦ ganzjähriger Blattschmuck
4 Salvia officinalis ´Purpurascens´ - Salbei Rotlaubig
𔓘 Juni-August
❦ Immergrüner Hingucker
5 Stachys byzantine – Wollziest
𔓘 Juni-August
❦ ganzjähriger Blattschmuck
6 Anaphalis triplinervis ´Silberregen´– Perkörbchen
𔓘 August-Oktober
⸙ bezaubernde Silbrige Samenstände bis ins Frühjahr
7 Rubus pentalobus Émerald Carpet´ - Kriechhimbeere
𔓘 Mai-Juni – Spätsommer: orange Früchte
❦ rötlich. orange Herbstfärbung - immergrün
8 Nepeta x fassenii – Katzenminze
𔓘 ab Mai, 2. Blüte Spätsommer (Rückschnitt notwengig)
9 Rosa ´Westart´- Beetrose
𔓘 Mai- September, öfter blühend, gelb
Die Sprache der Pflanzen - Beschreibung für die Grabbepglanzung
...eine bunte, pflegeleichte Grabgestaltung in dezenten Bronze-Rottönen mit Silbrigem Schleier. Von Mai bis September zeigen sich durchweg Blüten. Die Lilatöne verleihen dem etwas geheimnisvolles, Geborgenheit und stehen für Kommunikation. Eine Erinnerung für den Menschen in unserem Herzen, aber auch ein Ort der Begegnung. Denn hier tummelt sich das Leben im Sommer. Es lohnt sich genauer hinzusehen und zu entdecken, wer noch so alles hier im Stillen vorbeischaut.
Das edle, stolze Mannstreu trägt ein bestechendes Blau und strahlt etwas vertrautes, friedliches aus. Davor wandelt es sich zu einem purpurroten Pink, welches der genügsamen, sorglose Schönheit der Kartäusernelke zugehört. Der Rotlaubige Salbei bringt einen angenehmen zarten Kräuterduft dazu und überzeugt mit seinem wandelnden Farbspiel der Blätter. Im Sommer folgen kleine helle, lila, blaue Blüten und umspielen dieses nochmal ganz neu. Auch zu den kälteren Tagen ein Highlight, denn wenn es feuchter wird, sammeln sich kleine Tröpfchen auf dem matten immergrünen Laub des rötlich schimmernden Salbeis und bringen ihn zum Glitzern. Sein Pflanzpartner ist die Rutenhirse im Hintergrund. Sie wächst stramm aufrecht und bringt eine aktive Kraft ins Bild, wie ein Lot oder Bindeglied zwischen Himmel und Erde. Endständig färbt sich das matte, bläuliche Gras ebenfalls rötlich, wie eine lodernde Flamme
Ein verträumter, stiller Schatz ist der Wollziest und bezaubert, wie eine silbrige Kerze mit zarten Lila Tupfern. Zu seiner Rechten präsentiert sich das Perlkörbchen und schließt diese Ecke ab. Mit seinen leichten, weißen Blüten und matten behaartem Laub hat es eine helle Erscheinung und bringt mit der späten Blüte nochmal neuen Schwung und ist auch im nächsten Frühjahr immer noch ein Blick wert. - Vielleicht auch ein Sommerlicher Gruß als Trockenblume in der Vase für Zuhause?
In verschiedenen Lilatönen und mattem Grün ziert die Katzenminze, als ruhige ausdauernde Ecke. Nach dem Rückschnitt der ersten Blüte, zu Beginn des Sommers folgt eine Zweite. Der Zitronigen Duft lässt einen eine kleine Reise antreten. Die Rose Westart, stellt einen wunderbaren Kontrast her, welche stattdessen mit einem leuchtendem Sonnengelb-Orange auftritt und das Denkmal direkt daneben schmückt. Sie strahlt etwas freundliches, heiteres aus und bringt Herzlichkeit zum Vorschein.
Die Herbstzeit kommt. Die Kriechhimbeere schiebt sich nun in den Vordergrund, wie ein stilles Band mit einer rötlich verlaufenden Herbstfärbung und orangen Früchten. Nun heißt es bald die Vorbereitungen für die Kalte Zeit zu treffen. Der Boden benötigt sein wärmendes Winterkleid. Das kann Laub sein, vielleicht aber auch um die Rose ein liebevoll gestalteter Reißig-Kranz. So wird das Grab auch im Winter zum Highlight für Insekten, wie den Marienkäfer. Legen sich nun die ersten Schneeflocken auf den Samenständen ab, bekommt der kleine Fleck Erde nochmal ein ganz anderes Bild und weckt ab und zu noch die Erinnerungen an den warmen, farbenfrohen Sommer.
Ach ja, aber was ist eigentlich mit dem Vorfrühling? Na, hier werden Sie kreativ. Zwischen den Pflanzen ist noch reichlich Platz für ein paar Frühlingsboten, welche sich später zurückziehen werden. Wie wäre es denn mit dem kleinen Winterling in Gelb, oder der zarten lila, blauen Blüte des Leberblümchens. Krokusse gibt es ebenfalls in verschieden Farben. Das Schneeglöckchen schiebt sich mit als einer der ersten durch die Laubdecke, wie ein kleines Schwert in Grün und Weiß.
Pflanzenauswahl - Pflegehinweis
Bewässerung: Die ersten 6 Wochen nach der Pflanzung sollte 1 Mal wöchentlich gegossen werden. Nach dem Anwachsen können die Abstände größer werden und auf eine monatliche Wässerung eingestellt werden. Wurde im Frühjahr gepflanzt, so wird es ab August nicht mehr notwendig sein zu gießen, vorausgesetzt es ist bis dahin gut angewachsen.
Im folgenden Jahr muss nur noch selten gegossen werden. Bei Trockenheit benötigt vordergründig die Rose Wasser und ab und zu die Rutenhirse. Die anderen Pflanznachbarn vertragen feuchten Boden nur schlecht bzw. benötigen keine Zugabe von Wasser.
Düngung: Nur die Rose benötigt etwas aktive Pflege. Der Rest wird über das Laub im Herbst und die Zuarbeit der Bodenlebewesen versorgt.
Rückschnitt der Stauden: Im Frühjahr (Ende März) werden die krautigen Stauden handbreit zurückgeschnitten. Dies gilt ebenfalls für das Gras. Bei dem Wollziest werden nur die bräunlichen Blätter im Frühjahr gezupft und der alte Blütenstand geschnitten.
Die Katzenminze wird zusätzlich im Sommer nach der 1. Blüte bodennah zurück geschnitten für die Nachblüte im Spätsommer.
Der Bodendecker Rubus pentalobus, Kriechhimbeere: wird seitlich begrenzt und in der gewünschten Form gehalten. Dies gilt auch für alle anderen Pflanzen, welche ihre Größe von der gewünschten Form überschreiten.
Salbei: Rückschnitt im Sommer nach der Blüte auf die gewünschte Höhe.
Rose: Im Frühjahr mit Kompost bzw. organischem Dünger versorgen, Nachdüngung erfolgt im Sommer, aber nicht zu spät. Ab und zu sollte der Wurzelbereich gelockert werden. Rückschnitt: im Frühjahr (Beginn der Forsythie Blüte) – Totholz und alte, stark verholzte, kränkliche Triebe so tief wie möglich entfernen, 3-7 junge, kräftige Triebe (grüner) bleiben stehen. Der Rückschnitt dieser erfolgt auf 2-5 Augen – Über den Sommer können die welken Blüten zurückgeschnitten werden.
Herbst: Jetzt wird der offene Boden mit Laub oder Reißig bedeckt. Dieses Verbleibt bis zum Frühjahr zum Rückschnitt. Immergrüne Pflanzen sollten ausgespart werden, denn sie benötigen auch im Winter das Sonnenlicht zur Versorgung. Wenn das Laub liegen bleibt, erholt sich der Boden von dem langen Sommer. Zwischen den Blättern entsteht ein geschütztes Mikroklima, in dem Bodenlebewesen aktiv bleiben und so die Bodengesundheit fördern. Außerdem werden Pflanzen vor Frost und Austrocknung geschützt und der Anflug von Wildkräutern wird verhindert. Kleintiere und Insekten finden Unterschlupf. Dies ist wichtig, um das Gleichgewicht zu wahren.
Ich wünsche viel Freude bei der Pflege Ihres Grabes und den Besuchen von Zeit zu Zeit, wenn Rat gesucht wird.
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