Täglich stehen wir Entscheidungen
Schneiden wir einen Strauch zum Ei, oder lassen wir Leben zu. Sehen wir über eine chaotische Ecke hinweg. oder Wegrationalisieren wir, indem wir es übersichtlich halten wollen?
Dabei geht etwas verloren. Die waren Gestalt, Charakter, der Schutz als Rückzugs- und Nistort für Vogel, eine Futterquelle in Form von Früchten - auch für uns. Wer pflückt nicht gern ein paar Beeren auf dem Nachhauseweg?
Die Felsenbirne würde im Sommer Schatten bieten über einer kühl gehaltenen Bank. Sie spendet Grün und damit verbundene Hoffnung an ein intensiveres Leben. Ein Echtes, nicht gezähmtes und in Form gerücktes.
...Die Sträucher bei uns wurden bereits einmal stark eingekürzt. Die Felsenbirne hat dem mit zahlreichen, dünnen Angstschossern entgegnet. Nun kurz vor der extremen Hitzewelle wurde ein erneuter radikaler Schnitt durchgeführt. All ihr Laub verloren, nackig, stand sie nun da. Bis heute kamen kaum Blätter nach.
Ich hatte mit meiner Nachbarin gesprochen. Wir teilen den Eindruck, dass seitdem einige der so treuen Spatzen fortgezogen sind.

Ein lebendiges Umfeld schaffen
Lösen wir uns von vorgefertigtes Konzepten ...entsteht etwas ganz wunderbares, etwas befriedigendes. Heute kam ein Distelfink im Garten vorbei und hat sich an den Sonnenblumen begnügt.
Vielleicht sollten ein paar Disteln folgen? Vielleicht lockt es mehr? Welche leere Ecke braucht unsere Aufmerksamkeit? & Welcher Schnitt muss wirklich sein?
Fragen dir wir uns täglich stellen können und ich erachte es sogar als unsere Pflicht.
Es gehört dazu etwas zurück zu geben für all das was uns täglich bewegt und geschenkt wird. Dankbarkeit für diesen Ort. Achtung vor dem Leben.
...ein lebendiges Umfeld schaffen
Ein paar Samen wachsen zu einer Pflanze vor der Haustür heran, mit für uns etwas unscheinbaren Blüten und lässt so weiteres Leben bestehen.
Ein nicht klein gehaltener Strauch bietet Schutz.
Etwas Laub und Totholz wird zum Lebensraum.
Ein nicht ständige gemähter Rasen kann zum blühen erweckt werden, ohne dass er verbrennt.
Das ist jetzt so einfach geschrieben
Aber eigentlich scheue ich mich auch vor Gesprächen, um Veränderung ins Rollen zu bringen.
Man schiebt den ersten Schritt weg. Man versucht sich wieder auf andere zu verlassen. Man spricht darüber, aber wann kommt man ins handeln?
Sollte es nicht normaler werden sich in seine unmittelbare Umgebung einmischen zu wollen?
Vieles wird aus Zeitmangel und der nicht vorhandenen Pause zum nachdenken nicht hinterfragt. Es muss schnell gehen.
Aber dass ist wohl der springende Punkt. Genau für diese Sache sollten wir uns bewusst Zeit nehmen, denn irgendwann ist es zu spät.
PS: Was sind eure Erfahrungen? Was wäre euer erster Schritt?
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